Independent Eating: Der Weg zum selbständigen Essen

Independent Eating: Der Weg zum selbständigen Essen

Independent Eating: Der Weg zum selbständigen Essen

Vielleicht treibt dir wie vielen jungen Eltern allein der Gedanke an Essen und Füttern Schweißperlen ins Gesicht. Für dein Kind ist die frühestmögliche Entwicklung eines gesunden Essverhaltens hingegen essenziell. Am besten können Babys essen lernen, wenn sie ihren natürlichen Forschungsdrang ausleben und Spaß haben können. Genau das macht der Ernährungsansatz Independent Eating – also „selbständiges Essen“ – möglich. Im Folgenden versorgt Kleiner Fuchs dich mit allen notwendigen Infos zum Thema selbständiges bzw. unabhängiges Essen.

 

Wie Babys essen lernen


Ihr wollt sofort mit Independent Eating starten? Super! Zuerst ist es wichtig, zu verstehen, wie Kinder essen lernen. Das Fundament für die Ernährung wird bereits im Mutterleib gelegt. Das Essverhalten der Mutter während Schwangerschaft und Stillzeit hat großen Einfluss auf die spätere Entwicklung von Essensvorlieben. So gilt es als erwiesen, dass Kinder Geschmackseindrücke bevorzugen, die sie über die Muttermilch oder im Mutterleib kennengelernt haben.
Innerhalb des ersten Lebensjahres durchläuft dein Baby im Zusammenhang mit dem Bereich Ernährung zahlreiche Entwicklungsschritte. Über den gesamten Zeitraum hinweg stellt Milch das Grundnahrungsmittel dar. In den ersten Lebensmonaten werden gesunde Kinder ausschließlich gestillt oder mit der Flasche gefüttert. Ab einem Alter von fünf Monaten können sie zusätzlich Gemüsebrei erhalten. Dennoch sollte Muttermilch bzw. Säuglingsnahrung das Kernelement der Ernährung des Neugeborenen bleiben. Dies empfiehlt sich insbesondere, wenn ein erhöhtes Allergierisiko besteht. Spätestens ab dem achten Lebensmonat kannst du Brei dann als festen Bestandteil in den Speiseplan deines Babys integrieren. Ab dem sechsten Lebensmonat kannst du Milchbrei zufüttern. Einen Monat später könnt ihr mit Obstbrei starten. Im Laufe der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahrs wird dein Baby allmählich Interesse an Beikost entwickeln. Wenn das Kind ein entsprechendes Angebot an Nahrungsmitteln erhält, beginnt es bald mit der Entwicklung eines selbständigen Essverhaltens. Dabei solltest du berücksichtigen, dass Babys und Kleinkinder von Natur aus eine ausgeprägte Neophobie zeigen. Neuen Lebensmitteln werden sie folglich kritisch gegenüberstehen. Interessanterweise ist diese Neophobie bei gestillten Kindern geringer ausgeprägt als bei Flaschenkindern. Schließlich haben diese – wie zuvor erwähnt – unterschiedliche Geschmacksrichtungen zuvor über die Muttermilch kennengelernt. Nach und nach wächst das Interesse an unbekannten Speisen jedoch. Das Kind kann ab einem Alter von acht Monaten immer häufiger am Familienessen teilnehmen. Eine eigene Babyschüssel oder ein Kinderteller von Kleiner Fuchs ermöglicht es deinem Baby, die anderen Tischgenossen beim Essen entsprechend nachzuahmen. Im zweiten Lebensjahr solltest du außerdem damit beginnen, deinem Kind Fleisch und Fisch anzubieten.
Wie bei allen Entwicklungsschritten gilt bei der Ernährung deines Babys: Jedes Kind ist einzigartig und entwickelt sein eigenes Tempo. Und das ist vollkommen in Ordnung. Die Entwicklung des kindlichen Essverhaltens in den ersten Lebensjahren kann auf unterschiedliche Arten verlaufen. Manche Babys mögen beispielsweise keinen Brei. Gerade für sie eignen sich Ernährungsprinzipien wie Independent Eating oder BLW (Baby led weaning) ideal.

 

Selbständiges Essen statt Breifütterung


Bye, bye Brei! Hallo Beikost! Wir alle mussten lernen, eigenständig zu essen. Warum nicht gleich so früh wie möglich damit beginnen? Tatsächlich profitieren Babys, die in den ersten Lebensmonaten selbständig essen, auf vielfältige Weise. Überdies bringt Independent Eating eine Menge Vorteile für die ganze Familie mit sich. Zunächst ist Beikost für gewöhnlich stets verfügbar. Du musst sie nicht extra für dein Baby kaufen, aufwärmen oder zubereiten. Euer jüngstes Familienmitglied nimmt einfach am gemeinsamen Essen teil. Der mit dem Essen verbundene Aufwand fällt dadurch deutlich geringer aus. Beim eigenständigen Essen gibt es keinen festen Plan. Das Motto lautet: (Fast) alles kann, nichts muss. Schwer verdauliche Lebensmittel und blähende Obst- und Gemüsesorten solltet ihr lieber nicht anbieten. Dasselbe gilt für Fisch und Fleisch sowie für verarbeitete Lebensmittel. Entscheidend sind allerdings die Interessen und Vorlieben des Babys. Es darf verschiedene Lebensmittel kennenlernen und selbst entscheiden, was es essen möchte oder was nicht. Dadurch wird der kindliche Forschungsdrang befriedigt und das Selbstbewusstsein deines Babys gestärkt. Kinder wollen die Welt aktiv erleben und entdecken. Die regelmäßige Breifütterung ist das pure Gegenteil davon. Hierbei kann das Baby nichts lernen, sondern muss alles passiv über sich ergehen lassen. Independent Eating macht Essen zum Vergnügen anstatt zu einem Zwang. Das hat enorme Auswirkungen auf das spätere Essverhalten deines Kindes.
Selbstverständlich solltet ihr als Eltern beim eigenständigen Essen auf eine gewisse Ausgewogenheit achten. Wenn dein Baby sich für ein bestimmtes Nahrungsmittel begeistert, ist das großartig. Nur sollte die Ernährung des Kindes bei aller Freude darüber nicht ausschließlich aus Bananen, Tomaten oder Erbsen bestehen. Abwechslung und Vielfalt sind das A und O. Ernährungsvorlieben sind im Übrigen nicht in Stein gemeißelt. Deshalb lohnt es sich, Lebensmittel wiederholt anzubieten, auch wenn dein Baby diese zuvor abgelehnt hat. Das Ganze sollte natürlich ohne Zwang ablaufen. Bedenkt unbedingt, dass das jüngste Familienmitglied am Tisch die älteren nachahmt. Achtet daher am besten von Anfang an auf eure Tischmanieren. Darüber hinaus wirkt sich eine positive Atmosphäre im Zuge der Mahlzeiten auf das Essverhalten des Kindes aus. Ein schön gedeckter Tisch und ansprechendes Geschirr tragen einen großen Teil dazu bei. Mit den liebevoll gestalteten Babyschüsseln und Kindertellern von Kleiner Fuchs könnt ihr direkt loslegen.